Futter für Hunde

Es gibt wahrscheinlich genauso viele Hundefuttersorten- und Marken, wie es Hunderassen gibt. Wenn nicht noch mehr. Da ist Trockenfutter, Nassfutter oder halbfeuchtes Futter. Meist handelt es sich dabei um Fertigfutter, was sich wiederum in seiner Qualität stark unterscheidet. Es gibt hochwertige Trocken- und Nassfutter, genauso wie es die billigen Varianten gibt.

Einige Hundebesitzer kochen Futter auch selber oder füttern roh. Letzteres wird als Barfen oder auch BARF-Konzept genannt. Der Begriff kommt aus dem Englischen und wird mit Bones and Raw Food erklärt. Im Deutschen wird als Entsprechung häufig Biologisch Artgerechtes Rohes Futter verwendet.

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BARF geht von der Annahme aus, dass artgerechtes Futter für einen Hund bedeutet, ihn so zu füttern wie er in freier Wildbahn Nahrung zu sich nehmen würde. Nämlich indem er ein Beutetier erlegt und die meisten Teile davon fressen würde, und zwar in der Art und Weise, dass er das Tier reißt, also es auch nicht zermahlt oder zerkleinert aufnimmt, sondern die größeren Fleischstücke direkt in seinem Magen landen.

Als solch ein Fleischfresser benötigt ein Hund als Futter vor allem Knochen, rohes Fleisch und etwas Gemüse. Getreide, wie es zu 60 bis 90 Prozent in Trockenfutter enthalten ist, ist für einen Hund weniger gut geeignet. Im Vergleich zu Pflanzenfressern ist der Magen eines Hundes extrem groß in Relation zum Körpergewicht. Das zeigt, dass sie in freier Wildbahn überleben würden, indem sie nicht viel und nicht sehr oft fressen würden. Der Darm eines Hundes ist wiederum sehr kurz, wenn man ihn mit dem Darm eines Pflanzenfressers vergleicht. Ein Tier mit einem langen Darm verdaut auch Ballaststoffe. Weil Hunde nicht viele Ballaststoffe zu sich nehmen, brauchen sie einfach keinen langen Darm.

Insofern ist eine auf Getreide basierte Ernährung für die Gesundheit eines Hundes fraglich. Zudem braucht ein Hund besondere Aminosäuren, die er meist nur durch Rohfleisch aufnimmt. Das Erhitzen von tierischen Eiweißen verändert viele der Aminosäuren und damit werden sie für einen Hund eher unverwertbar. Eiweiße werden durch Kochen schwerer verdaulich und es gehen dabei viele Mineralien verloren.

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Wie die finnische Barf-Expertin Riikka Lahti berichtet, stellen viele Hundebesitzer Verbesserungen fest, nachdem sie von Fertigfutter auf Barf-Nahrung umgestellt haben. Allergien verschwinden, Magenprobleme oder Verdauungsbeschwerden bessern sich. Auch unangenehme Nebenerscheinungen, wie ungepflegte Zähne, schlechter Atem, stumpfes Fell oder übel riechende Körperausdünstungen treten nach der Umstellung nicht mehr auf. Viele Hunde verlieren lästige Pfunde und erreichen mit Barf wieder ein normales Gewicht. Sie sind insgesamt agiler und haben ein stärkeres Abwehrsystem.

Wie man Barf-Futter ausprobieren kann, lesen Sie hier.